Corona-Ausschuss: “Medien verängstigen die Bevölkerung mit Lügen”

Corona-Ausschuss: “Medien verängstigen die Bevölkerung mit Lügen”

31.07.2020 • 18:49 Uhr
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Quelle: AFP © MIGUEL MEDINA
Die norditalienische Stadt Bergamo im “Lockdown” während der Corona-Krise, über deren lokale
Hintergründe italienische Mediziner und Wissenschaftler in der dritten Expertenanhörung des
Corona-Ausschusses berichteten.
In der dritten Expertenanhörung der Stiftung Corona-Ausschuss sprachen Mediziner und
Wissenschaftler aus Italien über die dortige Situation und deren Hintergründe. Medienberichte aus
Italien waren mit ausschlaggebend für die in Deutschland verordneten Corona-Maßnahmen.
Weitere Beiträge zum Corona-Ausschuss finden Sie auf der Überblicksseite.
Am 23. Juli kamen die Juristen der Stiftung Corona-Ausschuss in Berlin zu ihrer dritten
Sitzung zusammen, um die Regierungsmaßnahmen in der Corona-Krise zu untersuchen und einer
öffentlichen sowie rechtlichen Bewertung zugänglich zu machen.
“Bergamo – was war da los?”, so die pointierte Fragestellung dieser mehrstündigen
Expertenanhörung zur Corona-Krise in Italien, deren Bilder und Berichte in den deutschen Medien
entscheidend für die Begründung und Durchsetzung der Corona-Maßnahmen hierzulande waren
und sind.
Bei der Anhörung der Mediziner und Wissenschaftler aus Italien wurden die Juristen des
Ausschusses vom Lungenarzt und Epidemiologen Dr. Wolfgang Wodarg unterstützt, der
maßgeblich zur Aufklärung der sogenannten “Schweinegrippe-Pandemie” von 2009 beitrug und
heute den Umgang mit der “Corona-Krise” kritisiert. Hierzu war Wodarg in der ersten
Ausschusssitzung bereits selbst als Experte ausführlich befragt worden.
Anhörung – Experten zur Situation in Italien
DIE LAGE IN ITALIEN
Wodarg erinnert zu Beginn an die Beobachtungen in China, die Anfang des Jahres die
Medienberichterstattung beherrschten. Das dortige Geschehen sei konzentriert auf die Region um
die Stadt Wuhan geblieben, wohingegen es in anderen Teilen Chinas völlig andere Verhältnisse und
kaum Todesopfer sowie erheblich weniger mediale Aufmerksamkeit gegeben habe.
Ende Februar, Anfang März hörte man plötzlich nichts mehr von China. Genau das war der
Zeitpunkt, an dem Italien dann die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Die schrecklichen Bilder
aus China wurden abgelöst von den schrecklichen Bildern aus Bergamo.
Viren gehen um die ganze Welt, so Wodarg, weshalb sich die Frage gestellt habe:
Weshalb jetzt gerade in Italien?
Den Bildern aus Bergamo und von Särgen sei dann rasch der “Lockdown” in Italien gefolgt. Es
hätten schlimme Verhältnisse und Panik geherrscht. Die Angsterzeugung über die Bilder habe
vermutlich auch zu starken Reaktionen in der Bevölkerung geführt. Es seien sehr viele und
vorrangig alte Menschen als Opfer registriert worden, sodass der Gedanke aufkam, dass dort
irgendetwas mit der Betreuung der alten Menschen schief gegangen sei. Der Vorsitzende der
deutschen Kassenärztlichen Vereinigung habe ihm gegenüber in einem Telefonat berichtet, dass die
Menschen in Italien Angst davor hätten, in ihre eigenen Krankenhäuser zu gehen.
Es gebe in Italien rund zehnmal mehr nosokomiale Infektionen (im Krankenhaus erworbene
Infektionen) als in Deutschland, wo diese Situation auch schon viel zu schlimm sei, anders als in
den Niederlanden. Dort sei es deutlich besser. In Italien und Spanien trete bekanntermaßen dieses
Problem europaweit am massivsten auf, weshalb dortige Krankenhausaufenthalte speziell für
geschwächte Patienten besonders gefährlich seien.
Darüber hinaus spiele in Italien und dort besonders im Norden die Altersstruktur mit dem höchsten
Durchschnittsalter in Europa eine Rolle. Lungenentzündungen würden mit 70 bis 80 Prozent der
Fälle vor allem bei Alten auftreten.
Der Norden Italiens sei auch die Region Europas mit der höchsten Luftverschmutzung. Es träfen
also viele Faktoren zusammen.
Das allein habe ihm als Erklärung allerdings nicht gereicht.
Hinzu käme, dass infolge der Panik und Maßnahmen die Pflegekräfte das Land verlassen hätten und
es dadurch möglicherweise Probleme bei der Betreuung und Versorgung der Alten und
Pflegebedürftigen gegeben habe.
Doch auch die Frage, welche medizinischen Behandlungen und Medikamente bei den Patienten
zum Einsatz kamen, interessiere ihn besonders.
Ich weiß nicht, welche Behandlung sie bekommen haben. Darüber gibt es keine Daten. Das ist nicht
nur in Italien so, sondern überall auf der Welt werden uns die Testergebnisse, die Kranken und die
Toten gemeldet. Es wird auch bei den Verstorbenen nachgeschaut, woran sie möglicherweise
verstorben sind. Da ist in Italien auch einiges diskussionswürdig, was da in letzter Zeit
veröffentlicht wurde. Aber was nie veröffentlicht wird, ist: Was haben die vorher für Medikamente
bekommen?
In Deutschland stürben beispielsweise annähernd zehn Prozent der Krankenhauspatienten an
Nebenwirkungen der Medikamente, die sie vorher oder in der Klinik verabreicht bekämen.
Daher möchte er für Italien wissen, welche Medikamente zum Einsatz kamen und welche
Empfehlungen es seitens der Gesundheitsbehörden oder Ärzteorganisationen gab, ob diese von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) kamen und ob man diesen blind gefolgt war oder ob es je
nach Klinik verschiedene Anweisungen der Chefärzte gab.
Es gibt keine Medikamente gegen COVID-19, gegen Corona-Infektionen. Man kann palliativ
behandeln. Man kann behandeln, dass die Menschen diese Krankheit gut überstehen, man kann sie
unterstützen. Aber es gibt keine richtige Therapie, die klinisch ausprobiert und anerkannt und
zugelassen wäre, evidenzbasiert, durch kontrollierte, randomisierte Studien. Das gibt es nicht.
Die Lage in Italien sei insbesondere vor dem Hintergrund der Situation in Deutschland zu
untersuchen, so der Ausschuss. Schließlich sei hier der “Kelch an uns vorübergegangen”, gebe es
keine Übersterblichkeit und könne man eher von einer milden Grippewelle sprechen.
Aber aus Italien und den USA (…) wurden immer wieder Horrormeldungen verbreitet, die dann
dazu benutzt wurden, der Bevölkerung zu sagen: ‘Guck mal, wenn wir jetzt aber nicht aufpassen,
dann wird es genauso schlimm wie da.’
Das besondere Interesse des Ausschusses gelte daher Italien und auch den USA sowie anderen
Ländern – dem, was dort wirklich los gewesen sei.
Als Juristen wollten sie wissen:
Ist die Situation in Bergamo wirklich so gewesen, wie sie dargestellt wurde?
Gab es dies auch in anderen Teilen des Landes?
Was ist tatsächlich in Bergamo der Hintergrund für diese Bilder gewesen?
Zu beachten ist dabei, so Wodarg, dass es keine Viren gibt, die sich an der Grenze ändern.
Wenn man sich in Deutschland, Österreich oder Italien mit Corona infiziert, dann sind da die Viren
und die Menschen und es gibt gleiche Reaktionen. Dass in dem einen Land die Menschen an dem
Virus sterben und in dem anderen Land nicht, das ist nicht erklärbar. Das gibt es nicht. Daher muss
es an anderen Dingen liegen, die in dem Land anders sind als im anderen Land.
BERICHT EINES ARZTES AUS DER NÄHE VON BERGAMO
Beim ersten anzuhörenden Experten aus Italien handelte es sich um einen praktizierenden Arzt aus
der Nähe von Bergamo, Präsident eines italienweiten Ärzteverbandes und Mitglied eines
Netzwerkes zum Austausch von Informationen zu den Hintergründen der Corona-Krise.
Die Mortalität sei in allen Regionen im Vergleich zum Vorjahr normal gewesen, auch in der
norditalienischen Lombardei, mit Ausnahme zweier Orte: Bergamo und Brescia. Dort seien zwei
besondere Umstände zusammengekommen.
Zum einen habe es dort eine massive öffentliche Impfkampagne gegeben. Mittlerweile zeigten
wissenschaftliche Studien, dass infolge von Grippeimpfungen die Anfälligkeit für andere
Atemwegsinfektionen wie COVID-19 steige.
Zum anderen habe es in der Lombardei die amtliche Anweisung gegeben, Intensivpatienten nach
deren Behandlung in Altenheimen unterzubringen.
Die Zahl von rund 7.000 Todesfällen in den Pflegeeinrichtungen für Alte hänge mit dieser
Entscheidung der Regionalregierung zusammen.
Der Präsident der Region rechtfertige diese Maßnahme und werde dabei von den
Mainstreammedien gedeckt. Allerdings hätten Verwandte der Opfer die Region Lombardei verklagt
und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.
Es habe zudem gemäß den Protokollen der Region schädliche oder unnütze Behandlungen mit
Medikamenten wie Paracetamol und Antibiotika gegeben. Schließlich habe man teure antivirale
Präparate eingesetzt, mit wenig Erfolg. Dadurch, dass keine Obduktionen erlaubt worden seien,
habe man die Thrombosen nicht erkannt, an denen die alten Menschen verstorben seien.
Erst durch spätere Obduktionen habe man dies bemerkt, doch da habe es bereits viele Todesopfer
gegeben. Statt das billige und wirksame Medikament Heparin einzusetzen, habe man auf die teuren,
ineffizienten antiviralen Mittel gesetzt.
Schließlich sei ein Arzt im lombardischen Mantua dazu übergegangen, die Patienten mit Blut von
Genesenen zu behandeln, was dazu geführt habe, dass keiner der Erkrankten mehr verstorben sei.
Regierung und Medien hätten dieses Vorgehen “zensiert” und darüber hinaus versucht, den Arzt
durch den Einsatz der Polizei gegen ihn einzuschüchtern. Die Wirksamkeit dieser “Plasmatherapie”
sei von anderen Ärzten und Kliniken bestätigt worden.
Das bei frühzeitigem Einsatz sehr wirksame Mittel Hydroxychloroquin sei sogar verboten worden,
wie in den USA. Andererseits seien rund 5.000 künstliche Beatmungsgeräte bei den zumeist alten
Patienten eingesetzt worden.
Damit hat man Menschen, die sehr alt sind, wahrscheinlich sehr stark gefährdet. Wenn man 80-
Jährige intubiert [künstlich beatmet], dann ist die Überlebenschance sehr gering. Die Intubation
und die nosokomialen Infektionen, die natürlich bei der Intubation noch gefährlicher sind, da wird
abgesaugt, da wird manipuliert in den Atemwegen. Es ist nicht nur bei der Beatmung das Risiko da,
sondern auch das Risiko der zusätzlichen Infektion ist sehr groß. (…) Ich halte das überhaupt nicht
für indiziert. Das war sicherlich eine Fehlbehandlung. Es hat sich ja in anderen Ländern gezeigt,
dass diese Menschen zu sehr großen Teilen gestorben sind und dass sie nicht mehr starben, wenn
man aufhörte, sie zu intubieren.
Diese Einschätzung Wodargs bestätigte der italienische Arzt auf Nachfrage des Ausschusses.
Insbesondere beim Vorliegen solch unbehandelter Thrombosen stürben die Menschen mit oder
ohne künstliche Beatmung.
Intubation war keine nützliche Behandlung.
Es sei nicht nur nicht nützlich, sondern zusätzlich gefährlich gewesen.
Insgesamt sei von offizieller Seite kein Wille zur effektiven medizinischen Behandlung zu erkennen
gewesen.
Die Entscheidungen und Anordnungen zum Einsatz teurer und ineffektiver antiviraler Medikamente
anstelle bekannter und wirksamer günstigerer Mittel und Behandlungen habe das
Gesundheitsministerium getroffen. Solche “teuren” Behandlungen bezahle grundsätzlich der
italienische Staat anstelle der Krankenversicherungen.
Befragt nach der jetzigen Situation in Italien sagte der Arzt:
Alle Medien befördern eine Stimmung der Panik, um die Bevölkerung zu verängstigen, mit einigen
Lügen. So hatte beispielsweise rund ein Drittel der Population bereits Kontakt mit dem Virus. Diese
Information wird nicht weitergegeben. Wenn wir eine Person mit COVID-19-ähnlichen Symptomen
haben, müssen wir alle Personen aus ihrem Umfeld testen. Und wenn wir einige Leute mit positiven
Testbefunden haben, schreien alle: ‘Eine Gruppe Infizierter’. Alle sind verängstigt. Alle werden in
Quarantäne geschickt. Die TV-Nachrichten alarmieren über neue Infektionen, wenn wir neun oder
zehn Tote am Tag ‘mit’ COVID-19 haben, doch möglicherweise nicht ‘durch’ COVID-19. Die
Situation ist sehr schwierig, weil wir denken, dass die italienische Regierung einen neuen
‘Lockdown’ möchte, möglicherweise im Herbst. Mit neuerlichen Schulschließungen und allen
ähnlichen Maßnahmen. (…) Wir möchten gegen diese Ideen kämpfen und unsere Freiheit und
unsere verfassungsmäßigen Rechte zurückgewinnen. Wir möchten diese korrupte Regierung
loswerden, die die Rechte der Pharmaindustrie und nicht die Rechte der Bürger vertritt.
Darüber hinaus seien die Krankenhäuser leer. Das Virus sei de facto nicht mehr existent. Die virale
Kraft sei weg. So die Aussagen vieler Top-Professoren, die ihre Feststellungen auch im Fernsehen
äußern und zur Normalisierung der Situation aufrufen:
Italiener, geht raus. Genießt das Leben. Geht zurück zur Normalität.
Die darauffolgenden Angriffe verteidigen sie:
Sorry. Wir sind Wissenschaftler. Wir haben das beobachtet. Wir haben Beweise. Jeder kann das
überprüfen.
Es gebe keine Gefahr mehr. Trotzdem werde über Pressekampagnen weiterhin Angst verbreitet.
Allein durch die Tatsache, dass immer wieder einige Menschen positiv getestet werden. Wobei die
Rate der Falsch-Positiven bei abnehmender Virushäufigkeit entsprechend hoch liege. Dennoch
sprächen die Medien weiterhin von einer großen Gefahr für die Bevölkerung und würden weitere
Sondermaßnahmen erlassen.
Abschließend fragte der Ausschuss, ob es auf Basis des landesweiten Netzwerks und der darüber
vorliegenden vielen Daten eine Einschätzung zum Nutzen und zum Schaden hinsichtlich der
Gesundheitssituation der Bevölkerung durch die getroffenen Corona-Maßnahmen gibt und wie viele
Personen tatsächlich an COVID-19 erkrankt und gestorben sind.
Die Datenlage dazu sei schwierig. Zudem gebe es eine Regierungsempfehlung zur Registrierung
Verstorbener als COVID-19-Tote selbst bei leichtesten Verdachtsfällen und bei positiven
Testbefunden. Auch habe es tatsächlich falsche Registrierungen von Personen gegeben, die nicht an
COVID-19 verstorben seien. Zwar bestehe keine Klarheit über die Zahlen, doch regierungsferne
Experten gingen von einer sehr viel geringeren Anzahl COVID-19-Toter aus als offiziell und in den
Medien verbreitet.
Wir haben Statistiken über die Toten. Der durchschnittliche Tote in Italien ist 80 Jahre alt, wenn er
ein Mann ist, und 83 Jahre, wenn er eine Frau ist, hat 3,3 Vorerkrankungen zum Zeitpunkt des
Todes, ist zu 75 Prozent ein Mann und zu 73 Prozent übergewichtig. (…) Die Vorerkrankungen
waren Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Ich denke, es ist klar,
dass es sich hier lediglich um eine Vorverlagerung des Todes von schwachen Patienten handelte.
Zudem sterben in Italien täglich 500 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 400 an Krebs.
Es ist sehr leicht, aus dieser Gruppe Fälle herauszugreifen und als COVID-19-Tote zu deklarieren.
Bei täglich zehn bis fünfzehn COVID-19-Toten, von denen ich denke, dass keiner von ihnen durch
COVID-19 gestorben ist, aber sie als solche registriert werden.
Wodarg bestätigt diese Schilderungen unter Berufung auf frühere Berichte der italienischen
Gesundheitsbehörde (ISS). Doch mittlerweile gebe es einen neuen Bericht derselben Behörde,
zusammen mit einer anderen Stelle, wonach 85 Prozent der Verstorbenen auch wirklich an COVID19 verstorben seien, allerdings ohne Informationen darüber, wie dies festgestellt worden sei. Es
stelle sich die Frage, wie es zu dieser Kehrtwende gekommen ist.
Dazu, wie dieses “Storytelling” zustande gekommen sei, gebe es eine unabhängige Analyse und zur
Qualität dieses Berichts und dieser Daten dem Arzt nach folgende Erklärung:
Es ist ein simpler Trick. Es sind falsche Daten. Sie haben nur ein Sechstel aller Todesfälle
analysiert. Und bei diesem Sechstel haben sie die Angaben auf den Totenscheinen untersucht. (…)
Ich weiß nicht, wie man diese Todesfälle ohne Daten durch Obduktionen analysieren kann. (…)
Wenn man Daten von Obduktionen hat, dann sind das gute Daten. Aber wenn man nur Zählungen
durchführt, die auf den zwei Zeilen basieren, die die offiziellen Ärzte zum Zeitpunkt des Todes in die
Totenscheine eintragen, dann sind das keine korrekten Daten.
BERICHT EINER PHARMAKOLOGIN UND MOLEKULARBIOLOGIN
Zur Frage der Obduktionen berichtete als weitere Expertin eine Wissenschaftlerin, die an der USUniversität Harvard zur Gentechnik geforscht sowie in der Pharmaindustrie im Bereich der
Medikamentenzulassung gearbeitet hatte und seit vielen Jahren für Nichtregierungsorganisationen
als Beraterin für gesundheitliche und medizinische Fragen tätig ist.
Trotz der anfänglichen amtlichen Restriktionen, die Toten zu obduzieren, lägen inzwischen einige
Untersuchungen von COVID-19-Toten vor. Von diesen seien demnach viele an Thrombosen statt
an Lungenentzündungen verstorben. Es fehlten Daten. Doch einige Epidemiologen würden über
Vergleiche mit den Vorjahren Erkenntnisse zum Krankheitsgeschehen gewinnen, um die
Todesursache COVID-19 von anderen Todesursachen unterscheiden und tatsächlich bestimmen zu
können.
Ähnlich wie in Deutschland seien im Vergleich zum vergangenen Jahr auch in Italien viele
Todesfälle durch Lungenentzündungen und Grippe aus der Statistik verschwunden.
Es fehle an umfassenden Untersuchungen auf andere Kofaktoren und Koinfektionen. Ersten
Voranalysen zufolge hatten die meisten Patienten mit schweren Verläufen Koinfektionen, vor allem
Krankenhausinfektionen, die zu Komplikationen führten.
Wir haben zwei Arten von Krankheitsverläufen. Milde, grippeähnliche Verläufe, die nicht zu viele
Probleme bereiten und von denen sich die Personen erholen können. Das Hauptproblem sind die
Fälle, bei den Komplikationen auftreten.
Dabei lägen die schweren Verläufe zahlenmäßig auf dem Niveau, das man im vergangenen Jahr bei
der regulären Grippe verzeichnet hatte.
Patienten mit Komplikationen seien erst spät besser behandelt worden, sodass sich Kliniken
anfänglich zu “neuen epidemischen Zentren” der Krankheit entwickelt hätten. Erst jetzt, nachdem
viele Menschen infolge verspäteter und falscher Behandlungen gestorben seien, habe man diese
Fehler verstanden und könne sie vermeiden. Man wisse nun, wie man diese Patienten behandeln
müsse.
Man hätte Patienten der Risikogruppen und mit schweren Krankheitsverläufen isolieren sollen, um
so eine angemessenere Behandlung zu ermöglichen. Der allgemeine “Lockdown” mit drastischen
Quarantänemaßnahmen infolge positiver PCR-Testbefunde sei sinnlos sowie kontraproduktiv und
eine Überreaktion gewesen. Zumal diese Tests lediglich Indikatoren für molekulares Virusmaterial
sind, doch keine Aussagen über das tatsächliche Infektionsgeschehen liefern können, so die
Wissenschaftlerin. Auf diese Testproblematik sei sie in aktuellen Studien vertieft eingegangen.
BERICHT EINER NANOPATHOLOGIN UND BIOTECHNOLOGIN
Der Ausschuss befragte die Expertin der Nano- und Biotechnologie zur Neuartigkeit von SARSCoV-2 im Zusammenhang mit Berichten darüber, dass dieses Virus oder Teile davon bereits im
Vorjahr in Abwässern der Region gefunden worden sei.
Das halte sie für möglich und auch Aussagen befreundeter Wissenschaftler deuteten darauf hin,
doch ihr selbst lägen dazu keine unmittelbaren Erkenntnisse vor.
Durch ihre Tätigkeit als Nanotoxikologin verfüge sie über Spezialausrüstung, die sie an eine Klinik
in Bergamo zur sicheren Durchführung von Obduktionen gespendet habe. Ein in diesem
Zusammenhang von ihr geplantes und der EU-Kommission vorgeschlagenes wissenschaftliches
Nano-COVID-19-Projekt sei von dieser abgelehnt worden, weshalb sie die Forschungsarbeit mit
eigenen finanziellen Mitteln gestartet habe.
Nach einem Monat der Zusammenarbeit mit der Klinik habe sie von dieser einen “sehr
demütigenden Brief” erhalten, wonach kein weiteres Interesse an dem Forschungsprojekt bestünde.
Wir verstanden dies so, dass sie nicht wissen wollten, weshalb sie die höchste Konzentration an
Todesfällen in ganz Italien hatten.
Sie habe diese Untersuchungen angeboten, um Kofaktoren der COVID-19-Erkrankung auf den
Grund zu gehen, da die hohe Anzahl an Toten abnormal gewesen sei und es deshalb eine andere
Erklärung dafür geben müsse.
Insbesondere halte sie es für möglich, über nanotechnologische Analysen zu klären, was genau die
Thrombosen, an den hauptsächlich die Menschen verstarben, “getriggert” habe. Inwieweit das Virus
oder andere Partikel auslösende Faktoren gewesen seien.
Diese neuen wissenschaftlichen Verfahren könnten helfen, zu verstehen, warum diese Personen
starben. Wir wissen, dass die behandelnden Ärzte am Anfang eine falsche Diagnose gestellt hatten.
Sie gingen davon aus, dass die respiratorischen Symptome Folge einer Lungenentzündung seien.
Aber es gab möglicherweise auch prädominante Thromboembolien.
Sie habe dafür auch den Chef der Hamburger Rechtsmedizin, Professor Klaus Püschel, kontaktiert,
der in Deutschland als erster Obduktionen vornahm und feststellte, dass in keinem der untersuchten
Fälle das Virus allein ursächlich für den Tod war, sondern andere Faktoren und Vorerkrankungen.
Allerdings habe er nicht auf ihre Anfrage reagiert.
Weshalb es von offizieller italienischer Seite keinerlei Interesse daran gibt, das
Krankheitsgeschehen aufzuklären, wisse sie nicht. Es gebe offenbar ein “politisches Problem”. So
sei es nicht normal, Tote wie geschehen ohne Einverständniserklärung der Angehörigen
einzuäschern, wogegen diese jetzt rechtliche Schritte unternähmen.
Mittels Autopsien kann man sehen, was geschehen ist. Derzeit erstellt man die Diagnose COVID-19
durch einen PCR-Test. Man hat analytische Resultate. Aber man sieht gar nichts. Man sieht das
Virus nicht. Man vermutet es. Über einen Zusammenhang.
Dem Resümee des Ausschusses, dass es nicht genug Obduktionen zur tatsächlichen Feststellung der
Todesursachen insbesondere mittels nanotechnologischer Verfahren gab, um ein klareres Bild der
COVID-19-Erkrankung zu gewinnen, stimmte sie zu.
Ihrer Erfahrung nach sei es über nanopathologische Analysen im Rahmen von Obduktionen
möglich, festzustellen, ob die Patienten an COVID-19 verstorben seien oder an anderen Faktoren.
Allerdings habe man ihr nicht die Möglichkeit gegeben, hier diese Untersuchungen an konkreten
Fällen tatsächlich durchzuführen.
Sie unterstrich dabei, dass es sich bei diesen nanopathologischen Analysen nicht um eine Hypothese
handelt, sondern um eine anerkannte wissenschaftliche Methodik. Man könne konkret die
auslösenden Faktoren der Thromboembolien analysieren und differenzialdiagnostisch das
Krankheitsgeschehen im Zusammenhang mit COVID-19 näher bestimmen.
Wenn das Virus sich in verschiedenen Ländern verschieden verhält, muss es verschiedene Ursachen
haben. Medizinische Behandlungen, Umweltfaktoren, Vorerkrankungen. Jeder Fall ist ein
Einzelfall. Also muss man Fall für Fall vorgehen.
FAZIT UND AUSBLICK
Diese vielen und gewichtigen Faktoren, die für die Todesfälle in Italien im Zusammenhang mit
COVID-19 ursächlich sein könnten, müssen vor allem mit Bezug auf die Vorjahre und mögliche
Veränderungen untersucht werden, kommentierte Wodarg die Schilderungen der Experten zur
dortigen Situation.
Gerade auch die berichteten und verstörend wirkenden Fälle von Toten unter dem medizinischen
Personal müssen Wodarg zufolge darauf hin untersucht werden, ob und mit welchen Medikamenten
Ärzte und Pflegekräfte zuvor und begleitend prophylaktisch behandelt wurden.
Wir können als Zwischenergebnis feststellen, dass wir nicht genug wissen, so der Ausschuss.
Was man auf jeden Fall feststellen kann, ist, dass das Bild nicht so klar ist wie das, was von Italien
vermittelt worden ist.
Die Menschen seien offenbar nicht einzig und eindeutig alle an COVID-19 verstorben. Man blicke
möglicherweise auf ein Konglomerat von Kofaktoren, insbesondere auf die Rolle der medizinischen
Behandlungen. Zu Letzterem müssten die Auskünfte allerdings noch weiter über zusätzlich
anzuhörende Experten präzisiert und mit Fakten untermauert werden.
Wodarg erinnerte dabei an ein grundlegendes Problem aus wissenschaftlicher Sicht und dessen
Bedeutung bei der aktuellen Einschätzung der Coronaviren:
Dass man Ereignisse analysiert und keinen Bezug hat zu dem, was sich sonst und immer ereignet.
Ich kann keinen Bezug herstellen: Ist das normal oder ist das außergewöhnlich. Sachen, die ich das
erste Mal beobachte, sind außergewöhnlich, obwohl sie schon immer da waren. Und das ist das
große Problem dabei. Wenn wir kein Sentinel haben, so wie das Robert Koch-Institut und andere
Institute es haben. Die beobachten die Pneumoniehäufigkeit jedes Jahr, die beobachten einige
Viren. Coronaviren in Deutschland bisher nicht, weil sie nicht wichtig schienen. (…) Wir können
davon ausgehen, dass wir immun sind gegen Coronaviren. Gegen alle. Weil unsere T-Zellen als
Langzeitgedächtnis die Viren kennen gelernt haben. Wahrscheinlich schon mit der Kindheit. Und
dann immer wieder, jedes Jahr. Es gibt immer eine Auffrischung.
Diese Erkenntnis verträten auch andere anerkannte Wissenschaftler und Mediziner.
Herdenimmunität ist viel komplexer. Sie ist nicht nur in den Antikörpern, sondern auch in den
Zellen. Die T-Zellen sind Gedächtniszellen. (…) Wir können davon ausgehen, dass wenn die
Menschen nicht krank werden, sie immun sind.
Es gibt offenbar eine Menge Faktoren, die nichts mit COVID-19 zu tun haben, die als
Todesursachen in Betracht kommen, so der Ausschuss. Man werde sich um noch klarere Aussagen
aus medizinischer Sicht hierzu bemühen, insbesondere aus Italien. Man versuche hierfür auch Prof.
Klaus Püschel zu gewinnen.
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/104942-corona-ausschuss-italien/

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