Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Herrn Heinz-Peter MeidingerPräsident des Deutschen Lehrerverbands

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Herrn Heinz-Peter Meidinger
Präsident des Deutschen Lehrerverbands

Ulrike und Werner Schramm Höchstadt, den 05.07.2020
Beethovenstr. 8
91315 Höchstadt
T 015122563883
Mail werner51@t-online.de
Herrn
Kultusminister
Prof. Dr. Michael Piazolo
Bayerisches Staatsministerium für
Unterricht und Kultus
Salvatorstraße 2
80 333 München

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit legen wir, wie es uns das Petitionsrecht nach Art. 17 GG einräumt, im Namen der vielen
Kinder, die wir im Rahmen unserer ehrenamtlichen Filmarbeit betreut haben und weiter auch gerne
betreuen würden, eine
Dienstaufsichtsbeschwerde
gegen Herrn Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands ein.
Begründung:
Herr Meidinger hat als Präsident des Deutschen Lehrerverbandes eine tragende Rolle. Er vertritt die
Interessen vieler Lehrer und Lehrerinnen. Zudem orientieren sich Schulen, Eltern und schulische
Behörden an seinen Aussagen.
Wie er korrekter Weise in seinem Interview vom 08.06.2020 mit dem Redaktionsnetzwerk
Deutschland angibt, steigt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit den Corona-Maßnahmen an
den deutschen Schulen. Dass diese Unzufriedenheit auch mit der Unverhältnismäßigkeit der
Maßnahmen und der Gefährdung des körperlichen, geistigen und seelischen Wohls unserer Kinder
zusammenhängt, wird in dem Interview nicht erwähnt. Im Gegenteil ! Herr Meidinger fordert noch
strengere Maßnahmen, die sich meiner Ansicht nach im Bereich der Kindeswohlgefährdung
bewegen.
Herr Meidinger hat am 08.06.2020 in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland
folgende Äußerungen getätigt:
„Der Kernbestandteil eines solchen Hygienekonzepts muss sein, die einzelnen Klassen
konsequent voneinander zu isolieren. Die Schüler von unterschiedlichen Klassen dürfen sich
auch auf dem Gang und in den Pausen nicht begegnen. Sonst kann die Schule schnell zum Ort
für ein nicht mehr kontrollierbares Infektionsgeschehen werden.“
Herr Meidinger vermittelt mit dieser Aussage bewusst den Eindruck, dass Kinder untereinander ein
unkontrollierbares Risiko für Corona-Infektionen darstellen. Diese Aussage ist nicht korrekt! Eine
isländische Studie kam zu folgendem Ergebnis:
„Erste Datenanalysen weisen darauf hin, dass Kinder weniger vom Coronavirus Sars-CoV-2
betroffen sind als Erwachsene. Forscher um Kári Stefánsson vom isländischen Unternehmen
deCODE Genetics in Reykjavik hatten bei bevölkerungsbezogenen Tests rund 13.000 Personen
untersucht. Dabei waren 0,6 Prozent der Frauen und 0,9 Prozent der Männer infiziert. Bei Kindern
unter 10 Jahren gab es keinen einzigen positiven Befund, bei Menschen ab 10 Jahren waren es 0,8
Prozent, wie es im Fachjournal “New England Journal of Medicine” heißt.“
Quelle: https://www.n-tv.de/wissen/Tragen-Kinder-kaum-zur-Corona-Welle-beiarticle21716973.
html
Zudem ist das Risiko für eine gegenseitige Infektion unter Kindern sehr gering. In Frankreich hat
ein an COVID- 19 erkranktes Kind an einem Skikurs teilgenommen. Es hatte dort Kontakt zu 172
anderen Kindern. Keines dieser Kinder hatte sich bei dem erkrankten Kind infiziert.
„Das Kind hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Infektion wurde nicht sofort entdeckt.
Dennoch hat das Kind offenbar niemanden angesteckt. Eine Studie, die in der US-Fachzeitschrift
“Clinical Infectious Diseases” veröffentlicht wurde, berichtet, dass die Tests bei allen
Kontaktpersonen des Kindes negativ ausgefallen seien.“
Quelle:https://www.infranken.de/ueberregional/ausland/corona-studie-infiziertes-kind-9-steckteoffenbar-
keine-seiner-172-kontaktpersonen-an;art181,4995071
Mit der Aussage von Herrn Meidinger wird Lehrern, Eltern und Kindern der Eindruck vermittelt,
dass immer noch eine gravierende Gefahr für die Bevölkerung besteht, an COVID-19 zu erkranken.
Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts belegen eine andere Realität. Seit Wochen sind die Zahlen
rückläufig. Quelle:
https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4
Weiter sagt Herr Meidiger:
„Wer die Schulen vollständig öffnen will, muss Lehrer und Schüler regelmäßig auf Corona
testen. Auch das Thema Atemschutzmasken müsste dann neu auf den Tisch: Da Abstände nicht
mehr eingehalten werden können, müsste eine Maskenpflicht im Klassenzimmer wie etwa in
China und Südkorea erwogen werden. Dazu brauchen wir gute Konzepte, wie die vollen
Klassenzimmer so viel wie möglich gelüftet werden können – bis hin zu extra aufgestellten
Ventilatoren.“
Die regelmäßige Testung von Kindern und Lehrern greift massiv in die grundrechtlich geschützten
Persönlichkeitsrechte ein:
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung
aller staatlichen Gewalt.
Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte
anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist
unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Des Weiteren fordert Herr Meidinger Masken im Klassenzimmer wie in China oder Südkorea. Es
ist wissenschaftlich belegt, dass das Tragen der Maske zu einer CO2-Rückatmung führt. Die Folgen
sind Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Störung der Feinmotorik und Übelkeit. Eine Studie
der Technischen Universität München aus dem Jahr 2005 gibt hier konkrete Angaben zu.
Quelle: https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/602557.pdf
Diese Aussagen sind meiner Ansicht nach ein öffentlicher Aufruf zur Kindeswohlgefährdung!
Kinder dazu zu nötigen, über mehrere Stunden eine Maske zu tragen, entbehrt jeglicher
Menschlichkeit und Fürsorge! Die Auswirkungen für Kinder sind massiv und führen zu
psychischen Auffälligkeiten. Die Stellungnahme zur Situation von Kindern und Jugendlichen in der
Corona-Pandemie 2020 der pädagogisch-medizinischen Arbeitsgruppe Witten/Herdecke gibt dazu
Aufschluss:
„Neue Angst- und Zwangsstörungen bei Kindern und Eltern nehmen teilweise groteske Formen an.
Unmäßige und mit Angst vermittelte Hygienemaßnahmen führen gehäuft zu entsprechenden
psychischen Belastungen. Auch Abstandsregeln führen am falschen Ort und zur falschen Zeit zu
zwischenmenschlichen Verhaltensstörungen.“ Quelle: https://medsektiongoetheanum.
org/fileadmin/user_upload/StellungnahmeKinderundCorona-5.5.20.pdf
Die Forderung nach ständiger Belüftung der Klassenzimmer und nach Ventilatoren stellt sowohl in
der kalten als auch in der heißen Jahreszeit für die Kinder ein Problem dar. Besorgte Eltern haben
sich mehrfach bei mir gemeldet, da die Kinder aufgrund der ständig geöffneten Fenster nach der
Schule völlig durchgefroren sind.
Aufgrund der angeführten Aspekte und der Tatsache, dass Herr Meidinger mit seinen Aussagen
nicht das Wohl der Lehrer und Kinder berücksichtigt, ist es aus meiner Sicht notwendig, eine
andere Person mit der Aufgabe des Präsidenten des DL zu betreuen.
Bitte lassen Sie mir bis zum Datum ca. 14 nach Absendung eine schriftliche Stellungnahme zu
kommen.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen

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