Filmmuseum Höchstadt a. d. Aisch eröffnet

Filmmuseum Höchstadt a. d. Aisch eröffnet

Dauerausstellung von historischen Filmen, Kameras und Projektoren in verschiedenen Formaten für Jung und Alt . Diese ständige Einrichtung hat die Aufgabe, „Objekte von kulturellem Wert zu wahren, auf unterschiedliche Art und Weise zu erforschen und zur Freude und zur Bildung der Öffentlichkeit auszustellen.“ Die Sammlung orientierte und orientiert sich dabei an markanten Objekten zur Sicherung der Überlieferung und des kollektiven Gedächtnisses. Damit wird ein wichtiger Bestandteil unserer (Film)Kultur auch für nachfolgende Generationen gesichert. Im Laufe des Erwerbs der Exponate wurden eine Reihe von konservierenden Maßnahmen ergriffen um etwa das Filmmaterial in einem spielbaren Zustand, aber auch die Geräte funktionfähig zu halten. Schulklassen und andere Interessierte können erfahren, „Wie die Bilder laufen lernten:“ Dokumentiert wurde und wird auch die allgemeine Stadtentwicklung. Es werden zudem aktuelle Zeitphänomene in Spielhandlungen dargestellt.

Aischtaler Filmtheater

Aischtaler Filmtheater Höchstadt
Leitbild unserer Kultur- und
speziell der Museumsarbeit
In die bereits seit Jahren bestehende Filmwerkstatt soll ein Museum integriert
werden. Somit wird diese unabhängige Filmkultur in der Stadt Höchstadt und ihrem Umland
gefestigt sowie die Zusammenarbeit mit Filmschaffenden über den Landkreis hinaus vertieft
werden. Thematisch reicht das Spektrum verschiedener Dokumentarfilme von Perspektiven der
sog. 3. Welt über die Einflußnahme des Westens (Fortschreibung der Kolonialzeit bis heute) bis
hin zu „Clowns ohne Grenzen“. Die Filmwerkstatt finanziert sich schon immer aus
Mitgliedsbeiträgen, öffentlichen Fördergeldern, Beiträgen und Spenden. Wie auch in der
Vergangenenheit sollen kurze und lange Filme selbst produziert oder unterstützt werden.
Darüber hinaus werden künftig wieder Kurzfilmtage veranstaltet.
Unsere filmkulturellen Angebote, wie die Vorführung von Programmkinofilmen im Rahmen
eines regelmäßigen Filmprogramms und/oder von Festivals bzw. thematischen Filmwochen,
werden ergänzt durch Treffen zur Vernetzung und Zusammenarbeit sowie durch Beratung und
Einbindung gerade von Senioren in die Mediengestaltung im Rahmen von Veranstaltungsreihen
wie etwa „Wohn- und Lebensformen im Alter“. Dadurch wirkt Museumsarbeit
gemeinschaftsbildend und kommunikationsfördernd sowie toleranzstiftend.
Die Auswahl von Filmen orientiert sich am personalen Menschenbild unserer Verfassung. Kern
einer Beförderung der Demokratie ist die Entwicklung eines sozialen Gefühls und die Einübung
prosozialen Handelns – gerade bei Jugendlichen – durch entsprechende Vorbilder. Das entspricht
dem personalen Menschenbild des Grundgesetzes, welches das Bundesverfassungsgericht wie
folgt formuliert hat: „Das Menschenbild des Grundgesetzes ist nicht das eines isolierten
souveränen Individuums, das Grundgesetz hat vielmehr die Spannung Individuum –
Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der
Person entschieden, ohne dabei deren Eigenwert anzutasten.“
Es gilt dabei dem entgegenzuwirken, was Papst Franziskus treffend ausführte: „Es ist die
geistliche Armut unserer Tage, die ganz ernstlich auch die Länder betrifft, die als die reichsten
gelten. Es ist das, was mein Vorgänger, der liebe und verehrte Benedikt XVI., ‚Diktatur des
Relativismus‘ nennt und was jeden sein eigener Maßstab sein lässt und so das Zusammenleben
unter den Menschen gefährdet.“ (Audienz für das am Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomatische
Korps, 22.03.2013)1
Die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens setzt unter uns Bürgern eine sichere,
d.h. verbindliche Wertegrundlage bei jedem Einzelnen voraus, wozu unser Bürgerkino mit
seinem Museum beiträgt. Die bewährten Grundwerte (z.B. Hilfsbereitschaft, soziale
Verantwortung, Heimatverbundenheit, Menschenwürde, ) wurden und werden in unserer Arbeit
gestützt. Ihnen gilt es wieder zu mehr Achtung zu verhelfen. Die Einübung einer und
Unterstützung bei der Einhaltung dieser Werte eines auf Interessenausgleich und friedlicher
Konfliktlösung beruhenden Miteinanders sollte dabei bereits in Kindheit und Jugend einsetzen.
Hierbei spielt die Demonstration realistischer, durch erwachsene Vorbilder vermittelte
konstruktive Bewältigungsstategien – auch über die Kunst – eine entscheidende Rolle.
Leider wird hingegen zunehmend aggressives Verhalten speziell durch Medienvorbilder als
erstrebenswertes Mittel dargestellt und dabei nicht nur durch Jugendliche imitiert. Gerade der
Konsum von Gewaltdarstellungen kann den Einzelnen unempfindlicher gegenüber realer Gewalt
machen und ihn dazu verleiten, diese als selbstverständlich, gewissermaßen als naturgegeben,
hinnehmen. Von daher verweigern wir uns den von Mainstreammedien erzeugten Kunstwelten
aus Mystik- und Gewaltdarstellungen. Hingegen förderen wir korrekte Darstellungen der
Historie.
1 http://www.bistum-regensburg.de/glauben/papst-franziskus-in-zitaten/#accordion
Bekanntermaßen wird die Würde des Menschen im zwischenmenschlichen Geschehen gebildet
und muß von daher als emotionale Qualität gelebt und vor allem für die jüngere Generation
erlebbar gemacht werden. Dazu gehört vor allen die Achtung vor dem und das Einsetzen für den
demokratisch verfaßten Rechtsstaat. Es ist kein Zufall, daß 1948 – nach dem furchtbaren
Zweiten Weltkrieg – in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
als erstem Punkt aufgenommen wurde:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und
Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“
Eine weitere Grundvoraussetzung für die Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit stellt die
soziale Verbundenheit mit der näheren und weiteren menschlichen Umgebung – insbesondere
der Familie – dar. Insofern stellen für uns selbstverständlich Ehe und Familie „die natürliche und
sittliche Grundlage der menschlichen Gemeinschaft [dar]“.
In unserer Kulturarbeit, zu der auch die Aufgabe der Bewahrung und Betreuung von
Kulturgütern wie dem Film und die dazugehörigen Geräte zählen – ging und geht es folglich
auch darum, bei der Filmauswahl thematisch auch die Familie in ihrer schwierigen Aufgabe für
den Erhalt der Grundlagen unserer Gesellschaft – auch in der Unterstützung bei der Weitergabe
der kulturellen Überlieferung – zu unterstützen. Gerade der junge Mensch muß darauf fokussiert
werden, daß aktuelle technisch-kulturelle Entwicklungen etwa fundierte Ingenieurarbeit
voraussetzen und aktuelles Geschehen notwendig auch dahingehend überprüft werden soll, ob
und inwieweit alles, was möglich, auch gemeinschaftsfördernd sinnvoll ist. Eine Entwicklung,
die nur auf Effizienz- und Profitsteigerung aus ist, kann und darf keinen Bestand haben. Der
Mensch muß immer in Mittelpunkt stehen und darf –wie unsere eigene Geschichte bereits
zweimal gezeigt hat, niemals als Mittel zum Zweck benutzt werden. Was heute „Humankapital“
genannt wird, gerät leicht ins historisch verwerfliche Fahrwasser einer Entmenschlichung.
Filmkust kann und hat zu Aufklärung und zur Errichtung von Gegenwehr schon immer
wertvolle Beiträge geleistet. Karl May, Bertolt Brecht, aber auch Heinrich Böll sind u.a. dazu
bedeutsame Beipiele.
Was eine Familie zu leisten imstande ist, kann kein Sozialarbeiter ersetzen. Jeder Mensch ist auf
Kooperation angelegt und angewiesen, lernt gewissermaßen sein Leben lang im Wechselspiel
mit und in Orientierung an seinen Mitmenschen. Im Aufbau der von uns gezeigten Filme kann –
auch historisch bereits in den Stummfilmen Charlie Chaplins angelegt – für die Zuschauer
jeweils ein dem realen Leben entsprechend nachvollziehbarer- und sinnvoller –
Handlungsablauf dargestellt werden. Die Darstellung verschiedener Lebensziele und
Lösungsmöglichkeiten in Problemlagen sollte dabei stets Anlaß zu Hoffnung und positivem
Ausblick bieten.
Die bewährten historisch gewachsenenen Strukturen unseres Zusammenlebens gilt es zu sichern
und auszubauen. Ebenfalls gilt es in diesem Zusammenhang auf ein Anregen und Fördern von
wechselseitigem Verbunden- und Verpflichtetsein (in einer Bewahrung verbunden mit einer
Transparentmachung von Tradition) der Generationen hinzuwirken. Das jeweilige menschliche
Verankertsein bedingt auch für den älter werdenden Menschen die Stärke und Kraft bezüglich
seiner seelischen Verfassung, seiner Gesundheit und seiner Bereitschaft zum Leben der nächsten
Generationen beizutragen. Von daher sehen wir sowohl unsere künstlerische als auch kulturelle
Tätigkeit dazu verpflichtet, die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechtes
dauernd zu sichern.
© Verein Förderung der Filmkultur e.V., Häckersteig 9b, 91315 Höchstadt/A.
Postadresse
Ulrike und Werner Schramm
Beethovenstr. 8
91315 Höchstadt/A.
Email: Werner51@t-online.de

Öffentliche Büchersammlung
WS, E. Irlinger , Ulrfiek Schramm

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