Das Drama von Höchstadt Meinungsfreiheit am Ende?

Das Drama von Höchstadt Meinungsfreiheit am Ende?

Synopsis

Lange Jahre galten wir vom Aischtaler Filmtheater Höchstadt als hochgelobte und breit von Schule, KSK, Zeitungen, Landratsamt und Stadtregierung unterstützte „Kulturinstitution“ (Fränkischer Tag 2007). Unsere politische Orientierung als Programmkino und des Bildungsauftrags an Verfassung und Menschenrechten hat sich nicht verändert. Wir treten mit unserem Programm (was auch für andere Programmkinos gilt) immer auch noch für sozial Schwache und gegen die Kriege – auch die verfassungswidrigen von deutschem Boden ausgehenden bzw. sie unterstützenden – weltweit ein, wenden uns gegen die verwendeten Uranwaffen – ein Kriegsverbrechen – engagieren uns für Umweltschutz und breite Bildung, sowie für den Erhalt von Grundwerten, in Erziehungsfragen und für Völkerverständigung. Mittlerweile hatte sich der politische Wind gedreht und unser Antikriegsengagement sowie unsere von – auch gewerbetreibenden – Mitbürgern geteilte Kritik an einer konzernorientierten Stadtpolitik wurde massiv bekämpft. Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace), damit ein Kriegsverbrechen wie Hiroshima und Nagasaki nicht noch einmal sei und auch gegen Rußland nicht werden darf wurde und wird hier unverständlicherweise von Stadtdrat und katholischem Kirchenvertreter boykottiert bzw. nach unserer Wahrnehmung nicht gewünscht.

Der vorliegende Film versucht in Interview-,  Rede- und Filmbeiträgen darauf Antworten zu geben, warum gerade im Abbau von Meinungsfreiheit ein wesentlicher Entwicklungsschritt hin zu einem massiven Demokratieverlust führt und Macht- aber auch Herrschaftsgehabe seitens der Politik uns Bürgern gegenüber bedeutet. Zugleich bekommt der Zuschauer aber auch einen Überblick über unser gemeinwohlorientiertes Wirken hinsichtlich eines breiten Kultur- und vor allem auch Informationsangebotes. Von daher beziehen unsere Gesprächspartner Stellung zu ethischen Grundfragen was Aufrüstung und Kriegstreiberei gerade in der jungen Generation anrichten. Unsere Interviewpartner nehmen u.a Stellung zu: Warum vor allem städtische Jugendarbeit muß mehr sein muß als Bespaßung und das Konsumieren von „Unterhaltungsgewalt“, was nicht nur unchristlich sondern auch gemeinwohlschädlich ist. Geklärt wird in diesem Zusammenhang auch, warum wir mit dem städtischen Arbeitskreis Kultur (AKKU) Höchstadt prinzipiell nicht zusammenarbeiten.

Verdeutlicht wird von unseren Gesprächspartnern, welchen Bildungsanspruch ein Programmkino an Aufklärung in Verbindung auch mit gehobener Unterhaltung über Zusammenhänge unseres Gemeinschaftslebens zu erfüllen hat: Ganz gleich ob es um Probleme der Landwirtschaft, die Bedeutung des Handwerks, um Uranwaffen, Wirtschaftsfragen oder Waffenexporte geht. Kindersoldaten, Aussöhnung mit Polen über Kulturaustausch aber auch Frieden und Freundschaft mit Rußland wrrden genauso thematisiert wie facettenreiches Familienleben in verschiedenen Kulturen. Diskussionen und im weiteren Sinne öffentliche, durchaus kontroversen Kommunikation über all diese Fragen sind genauso anzustoßen, wie die Problematisierung  einer Politik, die über Köpfe von  Menschen hinweg bewährte Strukturen des Zusammenlebens auflöst und für sachfremde Ziele umgestaltet.

Mit einem „Umsonstkinoangebot“ seitens einer Stadt oder Kirchengemeinde wird eine Unterbietungskonkurrenz unterhalb von Marktbedingungen gegen Kinos der Region durchgesetzt. Es findet ein Wettbewerbsverzerrung gegen einen Anbieter statt, denn Steuergelder stellen eine problematische Marktmacht dar. Umsonst allerdings, das zeigen wir auch, scheinen kostenlose Angebote nur zu sein. Einer zahlt immer, in dem Falle der jeweilige Steuerzahler.

Meinungsfreiheit bedarf dazu der Meinungsvielfalt, sich ggfs. dem entgegenzusetzen und für seine Interessen eintreten zu können. Wenn nun seitens von Obrigkeit und/oder mit ihr verknüpfte (Kirchen)Kreise bzw. Wasserträger versuchen mit medialer Unterstützung dies zu behindern oder zu unterbinden, wie in unserem Fall, wird es höchste Zeit Gegensteuer zu geben. Ein Interviewpartner empfahl in solchen Fällen zumindest eine Abwahl solcher Lokalpolitiker. Eine Beschneidung rechtsstaatlicher Errungenschaften wie das Recht, auch der anderen Seite Gehör zu geben, hatten wir als überwunden angesehen, mußten aber erkennen, daß Diffamierungen auch heute noch über Zeitung eine Plattform erhalten können, ohne Veröffentlichung der Gegenmeinung.

Gerrit Zachrich Odeon Bamberg

Jenny Porzner-Schirl

Das Friedensgebot des Grundgesetztes ist ein wesentliches Kriterium für die Auswahl unseres Filmprogramms, das sich an den Lamm-Lichtspielen Erlangen und dem Odeon Bamberg, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, orientieren.  Insofern erscheinen zur Illustration einzelner Themen auch Ausschnitte aus Trailern zu von  uns gezeigten Filmen.

Es wirkten mit:

Frieder Wagner, Andreas Burda, Maria Mühlbauer, Willy Bauer, Gerrit Zachrich, Loni Hirl, Peter Zwingmann, Siegie und Irina Wilhelm, Ulrike und Werner Schramm, Kerstin Heinz, Jenny Porzner-Schirl, Arnd Erbel, Eberhard Irlinger,

Wir danken für die Unterstützung durch

RT deutsch Berlin, Frieder Wagner Köln, Little Dream Entertainment, studiocanal, imFilm, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Neue Visionen und Weltkino für ihre Erlaubnis, Doku- und Trailermaterial zu verwenden.

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Teil 3

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